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Aktuelle Vorgabedokumente für Hygiene in reinen Räumen
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ISO 14644-5:2025 Operations
EU GMP Annex 1 (Revision gültig seit August 2023) |
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FDA – US cGMP (Code of Federal Regulations, Guidance)
21 CFR 211: Vorschriften zu Mikroorganismenkontrolle, Einrichtungen & Prozessen zur Sterilherstellung.
FDA Guidance „Sterile Drug Products Produced by Aseptic Processing“: Design von Einrichtungen, Verhinderung mikrobieller Kontamination, Monitoring.
In Prozess-Validierung, Reinraumflächen, Reinigung, Reinigungsschemata wird erwartet. (z.B. Validierung von aseptischen Prozessen, Reinigung)
ISPE / PIC/S Guidance
Laut aktuellen Analysen (2025) gibt es von ISPE und PIC/S wichtige Empfehlungen für Cleanroom-Design, Betrieb und Monitoring, die zu strengeren Anforderungen führen. Besonders relevant sind Themen wie kontinuierliches Monitoring (nicht nur temporär), qualifizierte HVAC-Systeme, Druckdifferenziale, Gowning, und Validierung (IQ/OQ/PQ) von Systemen.
WHO-Guidance – Mikrobiologie / Reinigungsprogramme
Gemäß WHO „Good Practices for Pharmaceutical Microbiology Laboratories“ gibt es Vorgaben für Reinigung, Desinfektion und Hygiene-Programme, einschliesslich dokumentierter Reinigungs- und Desinfektionsprogramme, Spill-Verfahren, Handhygiene, etc. Die WHO empfiehlt ein Risikomanagement für das Monitoring von Umgebungsbedingungen und die Definition von Grenzwerten (Action & Alert).
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Bedeutung dieser Neuerungen im Kontext der pharmazeutischen Hygiene
- Kontaminationskontrolle wird systematischer
Durch die neue ISO 14644-5:2025 in Kombination mit Annex 1 wird das Thema „Kontaminationsstrategie“ (CCS) stärker formalisiert. Man soll nicht nur rein reinigen, sondern strategisch, risikobasiert und dokumentiert steuern. - Lebenszyklus Ansatz
Reinräume müssen nicht nur bei der Planung- / Bauphase qualifiziert werden, sondern über ihren gesamten Betrieb hinweg kontrollierbar sein (Monitoring, Wartung, Requalifizierung). Der OCP ist dafür ein zentrales Instrument. - Risikomanagement
Regulatorien verlangen nicht mehr nur Mindeststandards, sondern eine auf Risiko aufbauende Strategie. Das bedeutet: Kritische Prozessschritte, Personenfluss, Technik, Luftstrom – alles muss hinsichtlich Kontaminationsrisiko analysiert und gesteuert werden. - Strengere Dokumentation und Nachweisführung
Alles – von Reinigung, Desinfektion, Monitoring bis Wartung – muss dokumentiert sein. Das ist nicht nur für die Qualität wichtig, sondern auch für Inspektionen durch Behörden. - Globale Harmonisierung
Obwohl regionale Unterschiede bleiben, gibt es eine Tendenz zur Harmonisierung über ISO-Standards, PIC/S und andere internationale Leitlinien. Das erleichtert globalen Betrieb, erfordert aber auch, dass Unternehmen mehrere Standards im Blick haben.
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