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Wie eine 50 CHF Investition und wenige Minuten Aufwand tausende Probleme ersparen können

In der Welt der Partikelmessung entscheiden oft scheinbar unbedeutende Komponenten über die Qualität der Ergebnisse. Während wertvolle Messgeräte regelmässig gewartet und kalibriert werden, wird ein entscheidendes Element oft übersehen: der Bev-A-Line-Schlauch. Doch dieses einfache Verbrauchsmaterial kann einen entscheidenden Einfluss auf die Zuverlässigkeit ganzer Messreihen haben.

Ein unterschätztes Risiko im System
Bev-A-Line-Schläuche werden aufgrund ihrer chemischen Beständigkeit und Flexibilität häufig in Partikelzählsystemen eingesetzt. Wie jedes Material unterliegen sie jedoch im Laufe der Zeit Alterung und Verunreinigungen. Während des Betriebs lagern sich feine Partikel, Aerosole und Umweltrückstände allmählich an den Innenwänden ab. Mit der Zeit bilden sich mikroskopisch kleine Ablagerungen, die das Strömungsverhalten und die Effizienz des Partikeltransports beeinträchtigen.
Die Folge: Die Messdaten werden verfälscht. Partikel können an den Schläuchen haften bleiben, im Transport verzögert werden oder den Detektor gar nicht erst erreichen. Dies ist besonders kritisch in Anwendungen mit strengen Reinheitsanforderungen, wie beispielsweise in der Pharma-, Halbleiter- und Lebensmittelindustrie.

Warum ein jährlicher Austausch sinnvoll ist
Ein regelmässiger Austausch – mindestens einmal pro Jahr – gewährleistet gleichbleibende und reproduzierbare Messbedingungen. Selbst wenn keine äusseren Schäden sichtbar sind, können innere Ablagerungen die Messqualität bereits stark beeinträchtigen.
Ein neuer Schlauch gewährleistet:
• Eine durchgängig saubere Innenfläche
• Optimale Strömungseigenschaften
• Geringeres Risiko von Partikelverlusten durch Anhaftung
• Reproduzierbare und konforme Messergebnisse

Kosteneinsparungen durch Prävention
Die Kosten für einen neuen Bev-A-Line-Schlauch sind in der Regel sehr gering. Der Austausch dauert nur wenige Minuten und lässt sich problemlos in bestehende Wartungsroutinen integrieren.

Im Gegensatz dazu umfassen die potenziellen Kosten eines nicht durchgeführten Schlauchwechsels:
• Partikelrückstände
• Fehlerhafte Messungen die zu Fehlentscheidungen führen können
• Wiederholte Messungen und Zeitverlust
• Produktionsverzögerungen oder Probleme bei der Chargenfreigabe
• Umfangreiche Ursachenuntersuchungen bei unerklärlichen Abweichungen
Ein vernachlässigter Schlauch kann schnell zu Kosten im vier- bis fünfstelligen Bereich führen – ganz zu schweigen von den Reputationsrisiken in regulierten Umgebungen. In beschädigten Schläuchen kann es zu einer Partikelansammlung kommen, gefolgt von der Freisetzung von Partikelklumpen, was zu einer optischen Verunreinigung im Partikelzähler und einer Fehlfunktion mit erheblichen Reparaturkosten führen kann.
Best practise: Machen Sie den Schlauchwechsel zur Standardmassnahme
Die Einbindung des Schlauchwechsels in einen jährlichen Wartungsplan ist eine einfache, aber äusserst wirksame Massnahme zur Qualitätssicherung. Idealerweise sollten die Wechsel dokumentiert und mit anderen Routinekontrollen kombiniert werden.

Darüber hinaus wird empfohlen:
• Regelmässige Sichtprüfungen der Schläuche durchzuführen
• Die Lebensdauer und die Betriebsbedingungen zu dokumentieren
• Für kritische Anwendungen kürzere Wechselintervalle in Betracht zu ziehen

Fazit
Der Bev-A-Line-Schlauch mag unbedeutend erscheinen, doch seine Rolle für eine zuverlässige Partikelmessung ist erheblich. Eine geringe Investition und ein paar Minuten Arbeit können dazu beitragen, Messfehler, unnötige Kosten und aufwendige Fehlerbehebung zu vermeiden.
Wer proaktiv handelt, sichert nicht nur die Datenqualität, sondern verbessert auch die Gesamteffizienz des Prozesses.
Autor: Philippe Biard, Ingenieur , CEO der Aerometrik group, spezialisiert in Kalibrierung von Climet Partikelzählern seit 1989, Mitverfasser der ISO 21501-4


Aerometrik AG
Germanenstrasse 2
CH-4313 Möhlin
www.aerometrik.com
Ansprechpartner
Marcel Moritz
CEO
moritz@aerometrik.eu


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